Herbert Blomstedt wurde als Sohn schwedischer Eltern in den USA geboren. Sein Vater war adventistischer Pastor. Blomstedt erhielt seine erste musikalische Ausbildung am Königlichen Konservatorium in Stockholm und an der Universität Uppsala. Er studierte Dirigieren an der Juilliard School of Music in New York City, zeitgenössische Musik in Darmstadt sowie Renaissance- und Barockmusik an der Schola Cantorum Basel, außerdem arbeitete er unter Igor Markevitch in Salzburg und unter Leonard Bernstein in Tanglewood.

1954 debütierte Herbert Blomstedt als Dirigent mit dem Philharmonischen Orchester Stockholm und war dann als Chefdirigent bedeutender skandinavischer Orchester tätig, u. a. in Norrköping. Bis 1963 leitete er das Sinfonieorchester des Schwedischen Rundfunks.
Von 1975 bis 1985 war er Chefdirigent der Staatskapelle Dresden und von 1985 bis 1995 Music Director des San Francisco Symphony. Von 1996 bis 1998 war er Chefdirigent des NDR Sinfonieorchesters, mit dem er zudem regelmäßig als Gastdirigent arbeitet. 1998 bis 2005 leitete er als Nachfolger von Kurt Masur das Gewandhausorchester Leipzig.

Blomstedt hat zahlreiche Werke eingespielt, die meisten mit der Staatskapelle Dresden, dem San Francisco Symphony und dem Gewandhausorchester Leipzig. Allein mit der Staatskapelle existieren 130 verschiedene Aufnahmen, darunter sämtliche Sinfonien von Beethoven und Schubert und auch Beethovens Oper Leonore, die Urfassung des Fidelio. Die Sinfonien von Sibelius, eine Reihe von Orchesterwerken Paul Hindemiths sowie sämtliche Sinfonien von Carl Nielsen, die als Referenzaufnahmen gelten, nahm er mit dem San Francisco Symphony auf. Mit dem Gewandhausorchester entstanden ab 1999 u. a. Einspielungen aller Sinfonien von Anton Bruckner und Ludwig van Beethoven, aber auch die High Mass des Schweden Sven-David Sandström.
Blomstedts Aufnahmen wurden unter anderem bei Decca veröffentlicht, vor allem jene mit dem San Francisco Symphony. Einspielungen mit der Staatskapelle Dresden erschienen bei Denon und Eterna (mittlerweile Edel). Seit 2005 wurden Einspielungen hauptsächlich von Querstand und Accentus Music veröffentlicht.

Photo: Hansjoachim Mirschel

Herbert Blomstedt

Herbert Blomstedt

Herbert Blomstedt wurde als Sohn schwedischer Eltern in den USA geboren. Sein Vater war adventistischer Pastor. Blomstedt erhielt seine erste musikalische Ausbildung am Königlichen Konservatorium in Stockholm und an der Universität Uppsala. Er studierte Dirigieren an der Juilliard School of Music in New York City, zeitgenössische Musik in Darmstadt sowie Renaissance- und Barockmusik an der Schola Cantorum Basel, außerdem arbeitete er unter Igor Markevitch in Salzburg und unter Leonard Bernstein in Tanglewood.

1954 debütierte Herbert Blomstedt als Dirigent mit dem Philharmonischen Orchester Stockholm und war dann als Chefdirigent bedeutender skandinavischer Orchester tätig, u. a. in Norrköping. Bis 1963 leitete er das Sinfonieorchester des Schwedischen Rundfunks.
Von 1975 bis 1985 war er Chefdirigent der Staatskapelle Dresden und von 1985 bis 1995 Music Director des San Francisco Symphony. Von 1996 bis 1998 war er Chefdirigent des NDR Sinfonieorchesters, mit dem er zudem regelmäßig als Gastdirigent arbeitet. 1998 bis 2005 leitete er als Nachfolger von Kurt Masur das Gewandhausorchester Leipzig.

Blomstedt hat zahlreiche Werke eingespielt, die meisten mit der Staatskapelle Dresden, dem San Francisco Symphony und dem Gewandhausorchester Leipzig. Allein mit der Staatskapelle existieren 130 verschiedene Aufnahmen, darunter sämtliche Sinfonien von Beethoven und Schubert und auch Beethovens Oper Leonore, die Urfassung des Fidelio. Die Sinfonien von Sibelius, eine Reihe von Orchesterwerken Paul Hindemiths sowie sämtliche Sinfonien von Carl Nielsen, die als Referenzaufnahmen gelten, nahm er mit dem San Francisco Symphony auf. Mit dem Gewandhausorchester entstanden ab 1999 u. a. Einspielungen aller Sinfonien von Anton Bruckner und Ludwig van Beethoven, aber auch die High Mass des Schweden Sven-David Sandström.
Blomstedts Aufnahmen wurden unter anderem bei Decca veröffentlicht, vor allem jene mit dem San Francisco Symphony. Einspielungen mit der Staatskapelle Dresden erschienen bei Denon und Eterna (mittlerweile Edel). Seit 2005 wurden Einspielungen hauptsächlich von Querstand und Accentus Music veröffentlicht.

Photo: Hansjoachim Mirschel

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