PAGANINI – EINE LIEBESERKLÄRUNG
Anfang dieses Jahres kam es im norditalienischen Brescia zu einer ungewöhnlichen Wiedervereinigung: Fünf historische Instrumente, die einst Niccolò Paganini gehörten, waren erstmals wieder an einem Ort vereint. Dabei handelte es sich um das sogenannte „Paganini-Quartett“ – zwei Violinen, eine Bratsche und ein Cello, die vor sieben Jahren an das Goldmund Quartett aus München verliehen wurden – sowie um eine Gitarre, die ebenfalls einst im Besitz des berühmten Komponisten und Musikers aus Genua war. Heute befindet sich diese Gitarre im Museum des Palazzo Tursi in Genua und wird von der italienischen Gitarristin Carlotta Dalia gespielt. Am 11. September 2026 erscheint nun das Album „Paganini – his music, his instruments“ bei Berlin Classics. Es ist die erste Zusammenarbeit zwischen dem Quartett und der Gitarristin, die sich hier ganz der Kammermusik von Paganini widmen.
Die Idee für diese Aufnahme entstand in Japan, als das Goldmund Quartett bei einem Abendessen unter Kollegen von einer besonderen Gitarre hörte, die auf der Paletta – dem Kopf des Instruments – die mit Elfenbein eingelegten Initialen „N. P.“ trägt. Aus dieser beiläufigen Unterhaltung erwuchs die Idee, Paganinis Kammermusik auf den Instrumenten aufzunehmen, die er selbst in Händen gehalten hatte – so wurde der Grundstein für das spätere Wiedersehen der fünf Instrumente in Brescia gelegt.
Das Goldmund Quartett befindet sich seit 2019 in der glücklichen Situation, auf dem „Paganini-Quartett“ des legendären italienischen Instrumentenbauers Stradivari zu spielen – vier historische Instrumente, die ihnen von der Sasakawa Music Foundation zur Verfügung gestellt werden. Zuvor waren sie u. a. an das Hagen Quartett, das Kuss Quartett, das Tokyo String Quartet und das Quartetto di Cremona verliehen worden. Es mutet da fast wie eine Selbstverständlichkeit an, dass sich die Musiker des Goldmund Quartetts eingehend mit Paganini und seiner Musik zu beschäftigen begannen. Auf einer USA-Tournee waren sie überrascht und hingerissen von der Spielfreude, der melodischen Fantasie und der Tiefe seiner Kompositionen. Paganini als Komponisten zu entdecken, bedeutet auch, den Menschen Paganini neu zu beleuchten. Er spielte Bratsche, gelegentlich auch Cello, und pflegte eine enge, lebenslange Zuneigung zur Gitarre – einem Instrument, das ihn auf all seinen Reisen begleitete. Da er kein Klavier spielte, nutzte er die Gitarre als kompositorisches Werkzeug: Alle Stimmen seiner Kammermusik entwarf er auf diesem Instrument. Öffentlich trat er damit allerdings nie auf; die Gitarre blieb stets sein privates Instrument. Die Erkenntnis, dass Paganini weit mehr ist als der berühmte Geigenvirtuose, fasziniert auch Carlotta Dalia: „Er war so viel mehr als nur der ‚Teufelsgeiger'“, sagt sie. Für Gitarre gibt es generell nur wenig kammermusikalisches Repertoire, doch Niccolò Paganini hinterließ fünfzehn Gitarrenquartette – ein deutliches Zeichen seiner Zuneigung zu diesem Instrument.

Paganini: His Music, His Instruments Carlotta Dalia & Goldmund Quartet

Release-Cover „Paganini - His music, his instruments“ von Gitarristin Carlotta Dalia und Streichquartett Goldmund Quartet. Alle Musiker:innen sind mit ganzem Körper abgebildet und halten ihre Instrumente in den Händen. Im Hintrgrund ist der Flur eines alten Gebäudes zu sehen, die Gesichter sind beleuchtet und fröhlich. Der Album Titel ist handschriftlich, sehr geschwungen unten mittig abgedruckt.

Komponisten

Niccolò Paganini

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Weitere Informationen

Genre

Klassik

Erscheinungsdatum

11.09.2026





PAGANINI – EINE LIEBESERKLÄRUNG

Anfang dieses Jahres kam es im norditalienischen Brescia zu einer ungewöhnlichen Wiedervereinigung: Fünf historische Instrumente, die einst Niccolò Paganini gehörten, waren erstmals wieder an einem Ort vereint. Dabei handelte es sich um das sogenannte „Paganini-Quartett" – zwei Violinen, eine Bratsche und ein Cello, die vor sieben Jahren an das Goldmund Quartett aus München verliehen wurden – sowie um eine Gitarre, die ebenfalls einst im Besitz des berühmten Komponisten und Musikers aus Genua war. Heute befindet sich diese Gitarre im Museum des Palazzo Tursi in Genua und wird von der italienischen Gitarristin Carlotta Dalia gespielt. Am 11. September 2026 erscheint nun das Album „Paganini – his music, his instruments" bei Berlin Classics. Es ist die erste Zusammenarbeit zwischen dem Quartett und der Gitarristin, die sich hier ganz der Kammermusik von Paganini widmen.

Die Idee für diese Aufnahme entstand in Japan, als das Goldmund Quartett bei einem Abendessen unter Kollegen von einer besonderen Gitarre hörte, die auf der Paletta – dem Kopf des Instruments – die mit Elfenbein eingelegten Initialen „N. P." trägt. Aus dieser beiläufigen Unterhaltung erwuchs die Idee, Paganinis Kammermusik auf den Instrumenten aufzunehmen, die er selbst in Händen gehalten hatte – so wurde der Grundstein für das spätere Wiedersehen der fünf Instrumente in Brescia gelegt.

Das Goldmund Quartett befindet sich seit 2019 in der glücklichen Situation, auf dem „Paganini-Quartett" des legendären italienischen Instrumentenbauers Stradivari zu spielen – vier historische Instrumente, die ihnen von der Sasakawa Music Foundation zur Verfügung gestellt werden. Zuvor waren sie u. a. an das Hagen Quartett, das Kuss Quartett, das Tokyo String Quartet und das Quartetto di Cremona verliehen worden. Es mutet da fast wie eine Selbstverständlichkeit an, dass sich die Musiker des Goldmund Quartetts eingehend mit Paganini und seiner Musik zu beschäftigen begannen. Auf einer USA-Tournee waren sie überrascht und hingerissen von der Spielfreude, der melodischen Fantasie und der Tiefe seiner Kompositionen. Paganini als Komponisten zu entdecken, bedeutet auch, den Menschen Paganini neu zu beleuchten. Er spielte Bratsche, gelegentlich auch Cello, und pflegte eine enge, lebenslange Zuneigung zur Gitarre – einem Instrument, das ihn auf all seinen Reisen begleitete. Da er kein Klavier spielte, nutzte er die Gitarre als kompositorisches Werkzeug: Alle Stimmen seiner Kammermusik entwarf er auf diesem Instrument. Öffentlich trat er damit allerdings nie auf; die Gitarre blieb stets sein privates Instrument. Die Erkenntnis, dass Paganini weit mehr ist als der berühmte Geigenvirtuose, fasziniert auch Carlotta Dalia: „Er war so viel mehr als nur der ‚Teufelsgeiger'", sagt sie. Für Gitarre gibt es generell nur wenig kammermusikalisches Repertoire, doch Niccolò Paganini hinterließ fünfzehn Gitarrenquartette – ein deutliches Zeichen seiner Zuneigung zu diesem Instrument.

Trackliste - Diese Titel hören Sie auf dem Album

Paganini: His Music, His Instruments
Carlotta Dalia & Goldmund Quartet
1
I. Maestoso
2
II. Minuetto a Canone. Andantino
3
Guitar Quartet No. 15 in A Minor, MS 42: III. Recitativo - Andante Sostenuto, Con Sentimento
4
Guitar Quartet No. 15 in A Minor, MS 42: IV. Adagio Cantabile
5
Guitar Quartet No. 15 in A Minor, MS 42: V. Rondo. Allegretto
6
Sonata in A Major, Op. 3 No. 1, Ms27 (For Solo Violin, Transcribed for Guitar by Manuel Barrueco)
7
I. Largo - Allegro
8
String Quartet No. 3 in A Minor, MS 20: II. Minuetto. Andantino
9
String Quartet No. 3 in A Minor, MS 20: III. Andante Con Variazioni
10
String Quartet No. 3 in A Minor, MS 20: IV. Finale. Presto
11
Te Voglio Bene Assaje (Canzone Napoletana, Attribuita a Gaetano Donizetti)
12
Caprice No. 24 in A Minor (Version for Guitar and String Quartet)

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Goldmund Quartet - Niccolò Paganini: String Quartet No. 3 in A Minor, MS 20: II. Minuetto. Andantino
Carlotta Dalia - Te Voglio Bene Assaje (Official Music Video)
Carlotta Dalia - Niccolò Paganini: Sonata in A Major, Op. 3 No. 1, Ms27 (Offizielles Musikvideo)
Carlotta Dalia & Goldmund Quartet: Guitar Quartet No. 15 in A Minor, MS 42: IV. Adagio Cantabile
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Felix Klieser & I Solisti di Pavia - Puccini: O mio babbino (Official Music Video)
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Salaputia Brass - All I want for Christmas (Offizielles Musikvideo)
Salaputia Brass - Let it snow (Offizielles Musikvideo)

Weitere Veröffentlichungen von Carlotta Dalia & Goldmund Quartet

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