Ihre Entstehung führt die Dresdner Philharmonie auf die Einweihung des ersten Konzertsaales für die Bürger der Stadt am 29. November 1870 zurück. Das „Gewerbehausorchester“ gab ab 1885 regelmäßig Philharmonische Konzerte in Dresden, die dem Klangkörper 1915 den Titel „Dresdner Philharmonisches Orchester“ eintrugen.
Der Konzertagent Hermann Wolff richtete 1885 nach dem Muster der durch ihn in Berlin veranstalteten Philharmonischen Konzerte auch in Dresden derartige Konzerte ein, anfangs geleitet von Jean Louis Nicodé. Damit zog der Begriff „philharmonisch“ in Dresden ein. 1915 wurde der Name in „Dresdner Philharmonisches Orchester“, 1923 in „Dresdner Philharmonie“ geändert. Unter dem Chefdirigenten Paul van Kempen, der als künstlerischer Leiter von 1934 bis 1942 die Nachfolge von Hugo Wagner innehatte, entwickelte sich das Orchester zu einem der besten in Deutschland. Schikanen der nationalsozialistischen Behörden veranlassten van Kempen, sein Dirigat 1942 niederzulegen. Kriegsbedingt wurde die Dresdner Philharmonie im September 1944 aufgelöst. Bereits einen Monat nach Kriegsende musizierte das Orchester am 8. Juni 1945 unter Gerhart Wiesenhütter.
1947 bis 1963 stand als Chefdirigent Heinz Bongartz dem Orchester vor. Während dieser Zeit, am 1. Januar 1950, wurde die Dresdner Philharmonie ein staatliches Institut. Kurt Masur wirkte ab 1955 als Dirigent der Dresdner Philharmonie, von 1967 bis 1972 leitete er das Orchester als Chefdirigent. In dieser Zeit nahm auch die Anzahl der verkauften Anrechte immer weiter zu. Waren es 1964 noch 6500 Abonnenten, so stieg diese Zahl auf 13630 Anrechtsbesucher 1982.[3] In der Zeit von 1986 bis 1995 leitete Jörg-Peter Weigle das Orchester, 2003 bis 2011 war Rafael Frühbeck de Burgos Chefdirigent der Dresdner Philharmonie, dem 2011 bis 2019 Michael Sanderling folgte. Zur Spielzeit 2019/2020 kehrte Marek Janowski auf diesen Posten zurück, den er bis 2003 bereits einmal hatte.
Von 1965 bis 1997 lag die Dramaturgie in den Händen von Dieter Härtwig.
Als Intendant (geschäftsführender Leiter) des Orchesters wirkte von 1992 bis zu seinem Tod im Juli 2004 Olivier von Winterstein, dem interimistisch bis zum Jahresende 2004 und regulär von Januar 2005 bis Dezember 2014 Anselm Rose folgte. Dessen Nachfolgerin ist seit Januar 2015 Frauke Roth.

Photo:  Björn Kadenbach

Dresdner Philharmonie

Dresdner Philharmonie

Ihre Entstehung führt die Dresdner Philharmonie auf die Einweihung des ersten Konzertsaales für die Bürger der Stadt am 29. November 1870 zurück. Das „Gewerbehausorchester“ gab ab 1885 regelmäßig Philharmonische Konzerte in Dresden, die dem Klangkörper 1915 den Titel „Dresdner Philharmonisches Orchester“ eintrugen.
Der Konzertagent Hermann Wolff richtete 1885 nach dem Muster der durch ihn in Berlin veranstalteten Philharmonischen Konzerte auch in Dresden derartige Konzerte ein, anfangs geleitet von Jean Louis Nicodé. Damit zog der Begriff „philharmonisch“ in Dresden ein. 1915 wurde der Name in „Dresdner Philharmonisches Orchester“, 1923 in „Dresdner Philharmonie“ geändert. Unter dem Chefdirigenten Paul van Kempen, der als künstlerischer Leiter von 1934 bis 1942 die Nachfolge von Hugo Wagner innehatte, entwickelte sich das Orchester zu einem der besten in Deutschland. Schikanen der nationalsozialistischen Behörden veranlassten van Kempen, sein Dirigat 1942 niederzulegen. Kriegsbedingt wurde die Dresdner Philharmonie im September 1944 aufgelöst. Bereits einen Monat nach Kriegsende musizierte das Orchester am 8. Juni 1945 unter Gerhart Wiesenhütter.
1947 bis 1963 stand als Chefdirigent Heinz Bongartz dem Orchester vor. Während dieser Zeit, am 1. Januar 1950, wurde die Dresdner Philharmonie ein staatliches Institut. Kurt Masur wirkte ab 1955 als Dirigent der Dresdner Philharmonie, von 1967 bis 1972 leitete er das Orchester als Chefdirigent. In dieser Zeit nahm auch die Anzahl der verkauften Anrechte immer weiter zu. Waren es 1964 noch 6500 Abonnenten, so stieg diese Zahl auf 13630 Anrechtsbesucher 1982.[3] In der Zeit von 1986 bis 1995 leitete Jörg-Peter Weigle das Orchester, 2003 bis 2011 war Rafael Frühbeck de Burgos Chefdirigent der Dresdner Philharmonie, dem 2011 bis 2019 Michael Sanderling folgte. Zur Spielzeit 2019/2020 kehrte Marek Janowski auf diesen Posten zurück, den er bis 2003 bereits einmal hatte.
Von 1965 bis 1997 lag die Dramaturgie in den Händen von Dieter Härtwig.
Als Intendant (geschäftsführender Leiter) des Orchesters wirkte von 1992 bis zu seinem Tod im Juli 2004 Olivier von Winterstein, dem interimistisch bis zum Jahresende 2004 und regulär von Januar 2005 bis Dezember 2014 Anselm Rose folgte. Dessen Nachfolgerin ist seit Januar 2015 Frauke Roth.

Photo:  Björn Kadenbach

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