Wenn ein Talent über Generationen weitergereicht wird, dann geschieht dies meist ganz unspektakulär. So auch bei Daniel Röhn, der heute zu den bemerkenswertesten Geigern der Gegenwart zählt. Für schon griff er zu dem Instrument, das in der Familie seit langem eine klingende Rolle spielt: Vater (Andreas Röhn) und Großvater (Erich Röhn) haben über Jahrzehnte hinweg als renommierte Konzertmeister der Berliner Philharmoniker unter Furtwängler und des Symphonieorchesters des bayerischen Rundfunks die weltweit einzigartige deutsche Orchesterlandschaft mitgestaltet. Nun schließt sich die dritte Generation als Solist an und wird ohne Zweifel ihren Beitrag an die Geigenwelt leisten.
Jüngste und zukünftige Debüts umfassen Konzerte mit dem London Philharmonic Orchestra, Swedish Chamber Orchestra, Sinfonia Rotterdam, Kiev National Philharmonic, Münchener Kammerorchester, Norwegian Chamber Orchestra, Deutsches Kammerorchester Berlin und Odessa Philharmonic Orchestra. An der Seite von Rolando Villazón gastiert er als Star-Kurator bei KlassikRadio Deutschland.

Röhn studierte bei Ana Chumachenco an der Musikhochschule München und trat solistisch unter Gustavo Dudamel, Riccardo Muti, Ion Marin, Hannu Lintu, Michal Nesterowicz, Markus Poschner und Alan Buribayev in Erscheinung. Lorin Maazel lud ihn zu zahlreichen Konzerten mit dem BRSO ein, eine Einladung von Esa-Pekka Salonen führte ihn zum Tonsättarfestivalen in Stockholm. Er trat in namhaften Konzerthäusern wie der Berliner Philharmonie, Elbphilharmonie, Carnegie Hall, Wigmore Hall, Gasteig München, dem Festspielhaus Baden-Baden, dem Wiener Konzerthaus, dem KKL Luzern, Southbank Centre London und im Concertgebouw Amsterdam auf.

Er folgte wiederholt Einladungen zum Rheingau Musik Festival, zu den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, zum Schleswig-Holstein Festival und Lucerne Festival. Zu seinen Kammermusikpartnern zählen unter anderem Julia Fischer, Lisa Batiashvili, Vilde Frang, Augustin Hadelich, Nils Mönkemeyer, Anton Tamestit, Julian Steckel, Daniel Blendulf, Gautier Capuçon, Rohan de Silva, Bertrand Chamayou, Jonathan Gilad, Milana Chernyavska, Paul Rivinius, Jörg Widmann, Quatuor Ebène, und das Belcea Quartett.

Um sein Spiel zu beschreiben, reicht es nicht aus, allein von einer beeindruckenden technischen Bravour zu sprechen. Röhn knüpft an Traditionen des musikalischen Ausdrucks an, die man fast schon verloren glaubte. So überrascht es nicht, wenn Ruggiero Ricci, einer der bedeutendsten Geigenvirtuosen des letzten Jahrhunderts, bereits über den jungen Künstler enthusiastisch bemerkte: „Sein Spiel erinnert an die alten Meister!“ Und tatsächlich zögert Daniel Röhn auch heute nicht, diese anerkennenden Worte mit der ihm eigenen Selbstironie zu bestätigen: „Das meiste habe ich mir bei den ganzen Kreislers und Heifetzes einfach ab­gelauscht. Einer meiner besten und strengsten Lehrer war der Plattenschrank meiner Eltern.“

Wohl nur wenige Musiker vermögen es denn auch derzeit, die funkelnden Preziosen eines Fritz Kreisler in so brillanter Weise wieder lebendig werden zu lassen, wie dies Daniel Röhn auf seinem Album „The Kreisler Story“ (Berlin Classics) gelungen ist.

Röhns Hommage an Musik, Film und Literatur aus der kulturell beispiellos fruchtbaren Zeit zwischen den Weltkriegen findet in seinem Herzblut-Projekt “The Golden Violin – Music of the 20’s” Gestalt, prämiert in der Elbphilharmonie Hamburg (Februar 2019) mit dem London Philharmonic Orchestra und der Schauspielerin Martina Gedeck.

Photo: Nikolaj Lund
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Daniel Röhn

Wenn ein Talent über Generationen weitergereicht wird, dann geschieht dies meist ganz unspektakulär. So auch bei Daniel Röhn, der heute zu den bemerkenswertesten Geigern der Gegenwart zählt. Für schon griff er zu dem Instrument, das in der Familie seit langem eine klingende Rolle spielt: Vater (Andreas Röhn) und Großvater (Erich Röhn) haben über Jahrzehnte hinweg als renommierte Konzertmeister der Berliner Philharmoniker unter Furtwängler und des Symphonieorchesters des bayerischen Rundfunks die weltweit einzigartige deutsche Orchesterlandschaft mitgestaltet. Nun schließt sich die dritte Generation als Solist an und wird ohne Zweifel ihren Beitrag an die Geigenwelt leisten.
Jüngste und zukünftige Debüts umfassen Konzerte mit dem London Philharmonic Orchestra, Swedish Chamber Orchestra, Sinfonia Rotterdam, Kiev National Philharmonic, Münchener Kammerorchester, Norwegian Chamber Orchestra, Deutsches Kammerorchester Berlin und Odessa Philharmonic Orchestra. An der Seite von Rolando Villazón gastiert er als Star-Kurator bei KlassikRadio Deutschland.

Röhn studierte bei Ana Chumachenco an der Musikhochschule München und trat solistisch unter Gustavo Dudamel, Riccardo Muti, Ion Marin, Hannu Lintu, Michal Nesterowicz, Markus Poschner und Alan Buribayev in Erscheinung. Lorin Maazel lud ihn zu zahlreichen Konzerten mit dem BRSO ein, eine Einladung von Esa-Pekka Salonen führte ihn zum Tonsättarfestivalen in Stockholm. Er trat in namhaften Konzerthäusern wie der Berliner Philharmonie, Elbphilharmonie, Carnegie Hall, Wigmore Hall, Gasteig München, dem Festspielhaus Baden-Baden, dem Wiener Konzerthaus, dem KKL Luzern, Southbank Centre London und im Concertgebouw Amsterdam auf.

Er folgte wiederholt Einladungen zum Rheingau Musik Festival, zu den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, zum Schleswig-Holstein Festival und Lucerne Festival. Zu seinen Kammermusikpartnern zählen unter anderem Julia Fischer, Lisa Batiashvili, Vilde Frang, Augustin Hadelich, Nils Mönkemeyer, Anton Tamestit, Julian Steckel, Daniel Blendulf, Gautier Capuçon, Rohan de Silva, Bertrand Chamayou, Jonathan Gilad, Milana Chernyavska, Paul Rivinius, Jörg Widmann, Quatuor Ebène, und das Belcea Quartett.

Um sein Spiel zu beschreiben, reicht es nicht aus, allein von einer beeindruckenden technischen Bravour zu sprechen. Röhn knüpft an Traditionen des musikalischen Ausdrucks an, die man fast schon verloren glaubte. So überrascht es nicht, wenn Ruggiero Ricci, einer der bedeutendsten Geigenvirtuosen des letzten Jahrhunderts, bereits über den jungen Künstler enthusiastisch bemerkte: „Sein Spiel erinnert an die alten Meister!“ Und tatsächlich zögert Daniel Röhn auch heute nicht, diese anerkennenden Worte mit der ihm eigenen Selbstironie zu bestätigen: „Das meiste habe ich mir bei den ganzen Kreislers und Heifetzes einfach ab­gelauscht. Einer meiner besten und strengsten Lehrer war der Plattenschrank meiner Eltern.“

Wohl nur wenige Musiker vermögen es denn auch derzeit, die funkelnden Preziosen eines Fritz Kreisler in so brillanter Weise wieder lebendig werden zu lassen, wie dies Daniel Röhn auf seinem Album „The Kreisler Story“ (Berlin Classics) gelungen ist.

Röhns Hommage an Musik, Film und Literatur aus der kulturell beispiellos fruchtbaren Zeit zwischen den Weltkriegen findet in seinem Herzblut-Projekt "The Golden Violin - Music of the 20's" Gestalt, prämiert in der Elbphilharmonie Hamburg (Februar 2019) mit dem London Philharmonic Orchestra und der Schauspielerin Martina Gedeck.

Photo: Nikolaj Lund
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Veröffentlichungen

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Daniel Röhn - The Golden Violin - Moto Perpetuo, Op. 21, No. 4
When You Make Love to Me (Arr. By Stephen Buck)
Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre (Arr. by Jarkko Riihimäki)
What Good Would the Moon Be? (Arr. By Jarkko Riihimäki)
Rhapsody on a Theme of Paganini, Op. 43: Variation XVIII - Andante cantabile (Arr. By Stephen Buck)
The Land of Might-Have-Been (Arr. By Stephen Buck)
The Flower Shop (From City Lights) (Arr. By Jarkko Riihimäki)
Gweedore Brae (Arr. By Jarkko Riihimäki)
Tempo di Blues (Arr. By Jascha Heifetz, Stephen Buck)
Suite from Metropolis (Arr. Stephen Buck)
An American in Paris (Arr. By Jascha Heifetz, Stephen Buck)
The Ballad of Mack the Knife (Arr. By Jarkko Riihimäki)
The Terry Theme (From Limelight) (Arr. By Jarkko Riihimäki)
It Ain't Necessarily So (Arr. By Jascha Heifetz, Stephen Buck)
Chant d'Amour, Op. 7, No. 1 (Arr. by Stephen Buck)

www.berlin-classics-music.com