{"id":1263876,"date":"2023-01-27T00:00:00","date_gmt":"2023-01-26T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.berlin-classics-music.com\/teammember\/gewandhausorchester-leipzig-2\/"},"modified":"2026-04-16T02:01:01","modified_gmt":"2026-04-16T00:01:01","slug":"gewandhausorchester-leipzig-2","status":"publish","type":"teammember","link":"https:\/\/www.berlin-classics-music.com\/en\/teammember\/gewandhausorchester-leipzig-2\/","title":{"rendered":"Gewandhausorchester Leipzig"},"content":{"rendered":"<p>Das Gewandhausorchester ist das \u00e4lteste b\u00fcrgerliche Sinfonieorchester der Welt. Keimzelle des Orchesters war die 1743 von 16 Adligen und B\u00fcrgern gegr\u00fcndete Konzertgesellschaft \u00bbDas Gro\u00dfe Concert\u00ab. Mit dem Umzug in die Gewerbehalle der Tuchmacher im Jahre 1781 erhielt das Ensemble seinen ersten hochwertigen Konzertsaal und den Namen \u00bbGewandhausorchester\u00ab.<\/p>\n<p>Ber\u00fchmt ist das Orchester vor allem f\u00fcr seinen unverwechselbaren warmen und dunklen Klang, der es von vielen anderen gro\u00dfen Orchestern deutlich abhebt. Diese singul\u00e4re Klangfarbe und die breite Repertoire-Vielfalt kultiviert das Orchester bei nahezu 300 Auftritten j\u00e4hrlich in seinen drei Leipziger Spielst\u00e4tten: Es ist das Konzertorchester des Gewandhauses, das Orchester der Oper Leipzig und das Ensemble, das w\u00f6chentlich in der Thomaskirche die Bach-Kantaten gemeinsam mit dem Thomanerchor gestaltet.<\/p>\n<p>Zu Beginn der Orchestergeschichte waren musikalische Auff\u00fchrungen in den Kirchen, den Theatern sowie bei festlichen weltlichen Anl\u00e4ssen der Stadt einzig den von der Stadt fest angestellten \u00bbStadtpfeiffern\u00ab vorbehalten. Ein Berufsmusikertum neben den Stadtpfeiffern entwickelte sich nur langsam, da die Stadtpfeiffer mit besonderen Rechten und Privilegien ausgestattet waren. Wer sich musikalisch bet\u00e4tigen wollte, konnte dies nur in privaten Salons oder den \u00bbCollegia musica\u00ab tun. In diesen studentischen Musikvereinigungen spielten die st\u00e4dtischen Berufsmusiker allerdings ebenso mit, wie sp\u00e4ter im Gr\u00fcndungsensemble des Gewandhausorchesters. Aufgrund der zunehmend spieltechnischen und personellen Anforderungen in Kirche und Theater waren die Stadtpfeiffer jedoch 1773 erstmals gezwungen, Mitglieder des (1743 gegr\u00fcndeten)  Konzertorchesters um Hilfe zu bitten. Dies war ein wichtiger Schritt, der das st\u00e4dtische Musikwesen in den folgenden einhundert Jahren komplett ver\u00e4ndern sollte: Das Monopol zum beruflichen Musizieren verschob sich von den Stadtpfeiffern hin zum Konzertorchester, dessen Mitglieder sukzessive die Stadtpfeiffer aus deren Hoheitsgebieten verdr\u00e4ngen und deren Spielst\u00e4tten bespielen. An der Organisation wie  Theater-, Kirchen- und Konzertorchester miteinander kooperieren und welchen Stand die Musiker haben, wurde in den Folgejahren mehrfach laboriert. Die Belastungen, die durch die Auff\u00fchrungen des \u00bbRing\u00ab-Zyklus von Richard Wagner im Jahr 1878 im Neuen Theater entstanden boten endlich den entscheidenden Anlass f\u00fcr eine tiefgreifende und grundlegende Neuorganisation des Musikwesens in Leipzig waren und entfachten neue Diskussionen \u00fcber den Stand der Musiker. 1881 beschlie\u00dft der Magistrat deshalb, dass es f\u00fcr alle Musiker von Gewandhaus- und Theaterorchester eine soziale Mindestsicherung geben soll und dass das Orchester fortan zum Dienst in Kirche, Konzert und Oper verpflichtet wird. Seither haben Konzerthaus, Oper und Thomaskirche dasselbe Orchester: Das Gewandhausorchester.<\/p>\n<p>Photo: Jens Gerber<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Gewandhausorchester ist das \u00e4lteste b\u00fcrgerliche Sinfonieorchester der Welt. Keimzelle des Orchesters war die 1743 von 16 Adligen und B\u00fcrgern gegr\u00fcndete Konzertgesellschaft \u00bbDas Gro\u00dfe Concert\u00ab. 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