Der Beginn der langen und einzigartigen Chortradition liegt mehr als 800 Jahre zurück. Ausgehend von den Augustiner-Chorherren im Jahr 1212 hat der Chor bis heute nicht nur gesellschaftliche Veränderungen und Umbrüche erlebt, sondern war – und ist auch heute – als hochgeschätzter und einer der ältesten Chöre der Welt bei wichtigen gesellschaftlichen Ereignissen und in der Öffentlichkeit präsent.
Im Jahre 1212 – Leipzig besaß erst kurze Zeit das Stadt- und Marktrecht – wurde durch einen Erlass des Markgrafen Dietrich von Meißen ein Stift der regulierten Augustiner-Chorherren gegründet. Mit dem Bau der dem Apostel Thomas gewidmeten Kirche wurde zeitgleich eine Schule errichtet. Sie stand als „schola exterior“ von Beginn an Leipziger Bürgerkindern offen und gilt daher als Deutschlands älteste öffentliche Schule. Im Gegenzug für freie Kost und Logis hatten die Knaben und jungen Männer den liturgischen Gesang und gottesdienstliche Aufgaben zu verrichten. Musik, vor allem die „musica sacra“, besaß im mittelalterlichen Bildungskanon einen sehr hohen Stellenwert. In ihr sah man die göttliche Ordnung widergespiegelt. Über die gottesdienstlichen Aufgaben in den Leipziger Stadtkirchen hinaus hatten die Choristen von Anfang an auch das Privileg und die Verpflichtung, bei zahlreichen Kasualien wie Taufen, Hochzeiten, Begräbnissen sowie Rats- und Universitätsfeiern zu singen. Und sie konnten sich an der Thomasschule auf eine gute Schulbildung verlassen, die zu einem Universitätszugang führen konnte.
Im Zuge der Einführung der Reformation in Leipzig ging die Thomasschule, und damit auch der Thomanerchor Leipzig, 1543 in städtische Trägerschaft über. Damit ist der Thomanerchor Leipzigs älteste Kultureinrichtung. Leipzig entwickelte sich nachfolgend zu einem wichtigen Musikzentrum.
Viele herausragende Musiker haben in der Vergangenheit als Thomaskantor die Entwicklung des Chores beeinflusst und gaben entscheidende Impulse für die protestantische Kirchenmusik. Sie waren nicht nur bedeutende Musiker und Komponisten, sondern auch Vor- und Leitbild für die Thomaner. Das 27-jährige Thomaskantorat von Johann Sebastian Bach verschaffte dem Thomanerchor Leipzig jedoch unbestritten die nachhaltigste Prägung in seiner Geschichte.
Der Chor und die Musik Johann Sebastian Bachs begeistern nicht nur unzählige Besucher in der Leipziger Thomaskirche. Als feste musikalische Größe ist der THOMANERCHOR Leipzig auch weltweit in renommierten Konzertsälen regelmäßig zu Gast und begeistert durch seine jugendlich-vitale musikalische Professionalität und seinen faszinierenden Klang.
So ist der Thomanerchor Leipzig musikalischer Botschafter in der Welt und zieht gleichzeitig als Publikumsmagnet jährlich viele tausend Gäste aus allen Himmelsrichtungen in die Leipziger Thomaskirche.

Photo: Eterna Archiv/Berlin Classics

Thomanerchor Leipzig

Thomanerchor Leipzig

Der Beginn der langen und einzigartigen Chortradition liegt mehr als 800 Jahre zurück. Ausgehend von den Augustiner-Chorherren im Jahr 1212 hat der Chor bis heute nicht nur gesellschaftliche Veränderungen und Umbrüche erlebt, sondern war – und ist auch heute – als hochgeschätzter und einer der ältesten Chöre der Welt bei wichtigen gesellschaftlichen Ereignissen und in der Öffentlichkeit präsent.
Im Jahre 1212 – Leipzig besaß erst kurze Zeit das Stadt- und Marktrecht – wurde durch einen Erlass des Markgrafen Dietrich von Meißen ein Stift der regulierten Augustiner-Chorherren gegründet. Mit dem Bau der dem Apostel Thomas gewidmeten Kirche wurde zeitgleich eine Schule errichtet. Sie stand als „schola exterior“ von Beginn an Leipziger Bürgerkindern offen und gilt daher als Deutschlands älteste öffentliche Schule. Im Gegenzug für freie Kost und Logis hatten die Knaben und jungen Männer den liturgischen Gesang und gottesdienstliche Aufgaben zu verrichten. Musik, vor allem die „musica sacra“, besaß im mittelalterlichen Bildungskanon einen sehr hohen Stellenwert. In ihr sah man die göttliche Ordnung widergespiegelt. Über die gottesdienstlichen Aufgaben in den Leipziger Stadtkirchen hinaus hatten die Choristen von Anfang an auch das Privileg und die Verpflichtung, bei zahlreichen Kasualien wie Taufen, Hochzeiten, Begräbnissen sowie Rats- und Universitätsfeiern zu singen. Und sie konnten sich an der Thomasschule auf eine gute Schulbildung verlassen, die zu einem Universitätszugang führen konnte.
Im Zuge der Einführung der Reformation in Leipzig ging die Thomasschule, und damit auch der Thomanerchor Leipzig, 1543 in städtische Trägerschaft über. Damit ist der Thomanerchor Leipzigs älteste Kultureinrichtung. Leipzig entwickelte sich nachfolgend zu einem wichtigen Musikzentrum.
Viele herausragende Musiker haben in der Vergangenheit als Thomaskantor die Entwicklung des Chores beeinflusst und gaben entscheidende Impulse für die protestantische Kirchenmusik. Sie waren nicht nur bedeutende Musiker und Komponisten, sondern auch Vor- und Leitbild für die Thomaner. Das 27-jährige Thomaskantorat von Johann Sebastian Bach verschaffte dem Thomanerchor Leipzig jedoch unbestritten die nachhaltigste Prägung in seiner Geschichte.
Der Chor und die Musik Johann Sebastian Bachs begeistern nicht nur unzählige Besucher in der Leipziger Thomaskirche. Als feste musikalische Größe ist der THOMANERCHOR Leipzig auch weltweit in renommierten Konzertsälen regelmäßig zu Gast und begeistert durch seine jugendlich-vitale musikalische Professionalität und seinen faszinierenden Klang.
So ist der Thomanerchor Leipzig musikalischer Botschafter in der Welt und zieht gleichzeitig als Publikumsmagnet jährlich viele tausend Gäste aus allen Himmelsrichtungen in die Leipziger Thomaskirche.

Photo: Eterna Archiv/Berlin Classics

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