Die Wege des Solisten können häufig einsam sein, gerade bei einem der herausragendsten Instrumentalsolisten wie Felix Klieser. Umso größer ist die Freude, wenn sich durch langjähriges Zusammenspiel engere künstlerische und menschliche Verbindungen aufbauen. Felix Kliesers Konzerte mit dem Prager Zemlinsky Quartett sind ihm daher die liebsten im Jahr, weil die Fünf nach unzähligen gemeinsamen Auftritten längst mehr verbindet als eine rein musikalische Gemeinschaft. „Mit dem Zemlinsky Quartett habe ich viel zusammengespielt, und wir wollten unbedingt ein Programm miteinander aufnehmen“. Was könnte sich dafür besser eignen als Mozart und Haydn?

„Das Hornquintett ist ein echtes Lieblingsstück, wenn nicht sogar das Stück, das ich am liebsten spiele“, so der Hornist über Mozarts Kammermusikwerk für Horn. Dass ihm Mozart sehr am Herzen und in den Zehen liegt, stellte er mit Bravour bereits mit der Aufnahme der Mozart’schen Hornkonzerte unter Beweis. Und nun folgt das Quintett. „Es macht unglaublich viel Spaß diese Musik zu spielen Man fühlt sich wie ein Kind im Süßwarenladen, dem man gesagt hat: Du darfst alles anfassen und essen. Man stürzt rapide von einer Stimmung in die andere, wechselt zwischen Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt in nur zwei Takten, muss dabei extrem schnell die Kurve kriegen – das ist intensiv.“

Neben Mozarts Hornquintett stellen Felix Klieser und das Zemlinsky Quartett die beiden Hornkonzerte von Joseph Haydn. „Meine Denkweise hat sich geändert, ich spiele diese Konzerte im Vergleich zu damals als ein anderer Mensch,“ sagt Felix Klieser mit Blick auf Haydns Hornkonzerte, die er bereits mit dem Württembergischen Kammerorchester eingespielt hat. Für Horn solo und Streichquartett arrangiert, ist bei der kammermusikalischen Fassung die Interaktion „viel spontaner, individueller, feinfühliger“: „Dadurch, dass jede Stimme einzeln besetzt ist, hat sie ihr eigenes Refugium, ihre eigene Bedeutung.“ Der Unterschied zeigt sich nicht nur im durchsichtigen Klang und der engen Abstimmung der Musikeruntereinander. „Heute spiele ich eher energiegeladen und impulsiv, was ich mich vor ein paar Jahren nicht getraut hätte.“

Wie auf seinem letzten Album Beyond Words mit Bearbeitungen von barocken Arien dürfen auch auf der neuesten Einspielung einige Transkriptionen nicht fehlen. Die vier Mozartarien aus „Figaros Hochzeit“, „Don Giovanni“ und der „Zauberflöte“ sind zum einen eine Erweiterung des Hornrepertoires. Gleichzeitig liebt Felix Klieser diese Adaptionen: „Arien zu spielen ist unglaublich angenehm, weil die Art zu phrasieren, zu atmen und zu stützen im Gesang und beim Horn identisch sind. Die Artikulation und Klangfarben sind natürlich andere und man darf nicht versuchen, das Original zu kopieren. Aber die Grundidee dieser Musik funktioniert perfekt, weil man dieselben Grundvoraussetzungen für die Interpretation hat.“

Mozart & Haydn for Horn & String Quartet Felix Klieser & Zemlinsky Quartet

Künstler

Felix Klieser
Zemlinsky Quartet

Komponisten

Franz Joseph Haydn

Wolfgang Amadeus Mozart

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Weitere Informationen

Genre

Horn

Erscheinungsdatum:

01.04.2022



Die Wege des Solisten können häufig einsam sein, gerade bei einem der herausragendsten Instrumentalsolisten wie Felix Klieser. Umso größer ist die Freude, wenn sich durch langjähriges Zusammenspiel engere künstlerische und menschliche Verbindungen aufbauen. Felix Kliesers Konzerte mit dem Prager Zemlinsky Quartett sind ihm daher die liebsten im Jahr, weil die Fünf nach unzähligen gemeinsamen Auftritten längst mehr verbindet als eine rein musikalische Gemeinschaft. „Mit dem Zemlinsky Quartett habe ich viel zusammengespielt, und wir wollten unbedingt ein Programm miteinander aufnehmen“. Was könnte sich dafür besser eignen als Mozart und Haydn?

„Das Hornquintett ist ein echtes Lieblingsstück, wenn nicht sogar das Stück, das ich am liebsten spiele“, so der Hornist über Mozarts Kammermusikwerk für Horn. Dass ihm Mozart sehr am Herzen und in den Zehen liegt, stellte er mit Bravour bereits mit der Aufnahme der Mozart’schen Hornkonzerte unter Beweis. Und nun folgt das Quintett. „Es macht unglaublich viel Spaß diese Musik zu spielen Man fühlt sich wie ein Kind im Süßwarenladen, dem man gesagt hat: Du darfst alles anfassen und essen. Man stürzt rapide von einer Stimmung in die andere, wechselt zwischen Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt in nur zwei Takten, muss dabei extrem schnell die Kurve kriegen – das ist intensiv.“

Neben Mozarts Hornquintett stellen Felix Klieser und das Zemlinsky Quartett die beiden Hornkonzerte von Joseph Haydn. „Meine Denkweise hat sich geändert, ich spiele diese Konzerte im Vergleich zu damals als ein anderer Mensch,“ sagt Felix Klieser mit Blick auf Haydns Hornkonzerte, die er bereits mit dem Württembergischen Kammerorchester eingespielt hat. Für Horn solo und Streichquartett arrangiert, ist bei der kammermusikalischen Fassung die Interaktion „viel spontaner, individueller, feinfühliger“: „Dadurch, dass jede Stimme einzeln besetzt ist, hat sie ihr eigenes Refugium, ihre eigene Bedeutung.“ Der Unterschied zeigt sich nicht nur im durchsichtigen Klang und der engen Abstimmung der Musikeruntereinander. „Heute spiele ich eher energiegeladen und impulsiv, was ich mich vor ein paar Jahren nicht getraut hätte.“

Wie auf seinem letzten Album Beyond Words mit Bearbeitungen von barocken Arien dürfen auch auf der neuesten Einspielung einige Transkriptionen nicht fehlen. Die vier Mozartarien aus „Figaros Hochzeit“, „Don Giovanni“ und der „Zauberflöte“ sind zum einen eine Erweiterung des Hornrepertoires. Gleichzeitig liebt Felix Klieser diese Adaptionen: „Arien zu spielen ist unglaublich angenehm, weil die Art zu phrasieren, zu atmen und zu stützen im Gesang und beim Horn identisch sind. Die Artikulation und Klangfarben sind natürlich andere und man darf nicht versuchen, das Original zu kopieren. Aber die Grundidee dieser Musik funktioniert perfekt, weil man dieselben Grundvoraussetzungen für die Interpretation hat.“

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