Wenn Claire Huangci über die Toccaten ins Schwärmen gerät, spricht sie über die unbekanntere Seite an Johann Sebastian Bach: den „eher skurrilen, fantasierenden und humorvollen Bach“, dessen Toccaten helle Farbtupfer in ihrem letzten Jahr waren. „Manchmal schwankte mein Körper beim Spielen fast wie bei einem Tanzen und die Musik nahm mein ganzes Wesen ein“ – und sie lernte viel über Berührung, um pianistisch zu sprechen: über den Anschlag.
Das italienische „toccare“ – „schlagen, berühren, betasten“ vermittelt schon in seiner ursprünglichen Wortherkunft die gesamte Bandbreite an pianistischen Herausforderungen, die Bach auch in der Zusammenstellung seiner sieben Toccaten versteckt. Claire Huangcis Auseinandersetzung mit den Werken geht dabei über die Studioaufnahme hinaus: Für den renommierten G. Henle Verlag editierte sie den Fingersatz, der interessierten Laien und Profis einen ungewohnt persönlichen Einblick in ihr Musizieren gibt. Sowohl die Fingersätze in der Henle Library App als auch die Studioaufnahme bei Berlin Classics erscheinen am 10. September.
Zuletzt unternahm die Pianistin Claire Huangci einen ersten diskografischen Ausflug in die kammermusikalische Welt von Ernest Chausson und Maurice Ravel. Nun schließt sie, auch durch die Wahl eines Yamaha CFX, mit ihrem neuen Album nun eine musikalische Klammer fast bis zum Beginn ihrer professionellen Karriere, zu ihrem hochgelobten Scarlatti-Album. Aufgenommen im traditionsreichen Sendesaal Bremen zeigt sie erneut, wie nah ihr auch das barocke Repertoire ist. Das Album beginnt mit der bekanntesten Toccata der Musikgeschichte, die man auf einer Solo-Klavier-Einspielung dennoch nicht erwarten würde. Busonis Transkription der weltberühmten Bach’schen d-Moll-Toccata, die in romantisierender Weise den gewaltigen Barock-Klang der Orgel auf die Klaviatur bannt, dient gleichsam als fesselnder Auftakt, reinigt die Tasten und macht gespannt auf den originalen Bach und seine insgesamt sieben Toccaten. Alle entstanden in Bachs Weimarer Jahren und machen ihn als einen Komponisten erlebbar, der zwar gedankenschwer-barocken Kontrapunkt erkennen lässt, diesen jedoch durch improvisatorische, virtuose Läufe und verträumte Langsamkeit kontrastiert.
Claire Huangci, die schon jetzt mit nur 31 Jahren eine beeindruckende Diskografie vorweisen kann, fühlt sich in den unterschiedlichsten Epochen zuhause. Ihre musikalische Vielseitigkeit findet insbesondere bei diesem Programm die perfekte Anwendung, sei es im feinsinnig ziselierten langsamen Mittelsatz der D-Dur-Toccata, dem fulminant virtuosen Beginn der Toccata in g-Moll oder der romantisierend ausschweifenden Busoni-Transkription von BWV 565. Schon seit Jahren macht die amerikanische Pianistin, die seit kurzem Frankfurt am Main ihr Zuhause nennt, auf sich aufmerksam. Als erste Preisträgerin und Mozart-Preisträgerin beim Concours Géza Anda 2018 führt es sie in die großen Hallen beinahe jedes Kontinents. Zum Saisonstart 2020/21 beeindruckte sie durch ihre packende Interpretation der Liszt‘schen Transkription von Beethovens 6. Sinfonie, die sie anlässlich des Beethovenjahres vielerorts aufführte, unter anderem für das Rheingau Musik Festival in dessen Zusammenarbeit mit der Streamingplattform MagentaMusik 360 sowie beim Klavier-Festival Ruhr. Ein Highlight im Herbst 2020 war ihre Rezitaltournee durch die Großen Säle des Wiener Konzerthauses, der Berliner Philharmonie sowie der Elbphilharmonie Hamburg.
Wenn Claire Huangci über die Toccaten ins Schwärmen gerät, spricht sie über die unbekanntere Seite an Johann Sebastian Bach: den „eher skurrilen, fantasierenden und humorvollen Bach“, dessen Toccaten helle Farbtupfer in ihrem letzten Jahr waren. „Manchmal schwankte mein Körper beim Spielen fast wie bei einem Tanzen und die Musik nahm mein ganzes Wesen ein“ – und sie lernte viel über Berührung, um pianistisch zu sprechen: über den Anschlag.
Das italienische „toccare“ – „schlagen, berühren, betasten“ vermittelt schon in seiner ursprünglichen Wortherkunft die gesamte Bandbreite an pianistischen Herausforderungen, die Bach auch in der Zusammenstellung seiner sieben Toccaten versteckt. Claire Huangcis Auseinandersetzung mit den Werken geht dabei über die Studioaufnahme hinaus: Für den renommierten G. Henle Verlag editierte sie den Fingersatz, der interessierten Laien und Profis einen ungewohnt persönlichen Einblick in ihr Musizieren gibt. Sowohl die Fingersätze in der Henle Library App als auch die Studioaufnahme bei Berlin Classics erscheinen am 10. September.
Zuletzt unternahm die Pianistin Claire Huangci einen ersten diskografischen Ausflug in die kammermusikalische Welt von Ernest Chausson und Maurice Ravel. Nun schließt sie, auch durch die Wahl eines Yamaha CFX, mit ihrem neuen Album nun eine musikalische Klammer fast bis zum Beginn ihrer professionellen Karriere, zu ihrem hochgelobten Scarlatti-Album. Aufgenommen im traditionsreichen Sendesaal Bremen zeigt sie erneut, wie nah ihr auch das barocke Repertoire ist. Das Album beginnt mit der bekanntesten Toccata der Musikgeschichte, die man auf einer Solo-Klavier-Einspielung dennoch nicht erwarten würde. Busonis Transkription der weltberühmten Bach’schen d-Moll-Toccata, die in romantisierender Weise den gewaltigen Barock-Klang der Orgel auf die Klaviatur bannt, dient gleichsam als fesselnder Auftakt, reinigt die Tasten und macht gespannt auf den originalen Bach und seine insgesamt sieben Toccaten. Alle entstanden in Bachs Weimarer Jahren und machen ihn als einen Komponisten erlebbar, der zwar gedankenschwer-barocken Kontrapunkt erkennen lässt, diesen jedoch durch improvisatorische, virtuose Läufe und verträumte Langsamkeit kontrastiert.
Claire Huangci, die schon jetzt mit nur 31 Jahren eine beeindruckende Diskografie vorweisen kann, fühlt sich in den unterschiedlichsten Epochen zuhause. Ihre musikalische Vielseitigkeit findet insbesondere bei diesem Programm die perfekte Anwendung, sei es im feinsinnig ziselierten langsamen Mittelsatz der D-Dur-Toccata, dem fulminant virtuosen Beginn der Toccata in g-Moll oder der romantisierend ausschweifenden Busoni-Transkription von BWV 565. Schon seit Jahren macht die amerikanische Pianistin, die seit kurzem Frankfurt am Main ihr Zuhause nennt, auf sich aufmerksam. Als erste Preisträgerin und Mozart-Preisträgerin beim Concours Géza Anda 2018 führt es sie in die großen Hallen beinahe jedes Kontinents. Zum Saisonstart 2020/21 beeindruckte sie durch ihre packende Interpretation der Liszt‘schen Transkription von Beethovens 6. Sinfonie, die sie anlässlich des Beethovenjahres vielerorts aufführte, unter anderem für das Rheingau Musik Festival in dessen Zusammenarbeit mit der Streamingplattform MagentaMusik 360 sowie beim Klavier-Festival Ruhr. Ein Highlight im Herbst 2020 war ihre Rezitaltournee durch die Großen Säle des Wiener Konzerthauses, der Berliner Philharmonie sowie der Elbphilharmonie Hamburg.
Trackliste - Diese Titel hören Sie auf dem Album
Bach: Toccatas Claire Huangci
1
Toccata and Fugue in D Minor, BWV 565: Toccata (Arr. by Busoni)
2
Toccata and Fugue in D Minor, BWV 565: Fugue (Arr. by Busoni)
3
Toccata in G Minor, BWV 915: Introduction - Adagio
4
Toccata in G Minor, BWV 915: Allegro
5
Toccata in G Minor, BWV 915: Adagio
6
Toccata in G Minor, BWV 915: Fuga
7
Toccata in E Minor, BWV 914: Introduction - Un poco allegro
8
Toccata in E Minor, BWV 914: Adagio
9
Toccata in E Minor, BWV 914: Fuga. Allegro
10
Toccata in C Minor, BWV 911: Introduction - Adagio
11
Toccata in C Minor, BWV 911: Fuga. (Allegro)
12
Toccata in G Major, BWV 916: Introduction
13
Toccata in G Major, BWV 916: Adagio
14
Toccata in G Major, BWV 916: Fuga. Allegro e presto
15
Toccata in D Minor, BWV 913: Introduction - Presto
16
Toccata in D Minor, BWV 913: Thema - Presto
17
Toccata in D Minor, BWV 913: Allegro
18
Toccata in F-Sharp Minor, BWV 910: Introduction
19
Toccata in F-Sharp Minor, BWV 910: (Adagio)
20
Toccata in F-Sharp Minor, BWV 910: Presto e staccato
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