Nach einer persönlichen und hervorragend besprochenen Brahms-Einspielung legt Fabian Müller mit Passionato ein Album nach, in dessen Zentrum nicht ein einzelner Komponist, sondern ein „zentrales Meisterwerk der westlichen Klaviermusik“ steht: Beethovens „Appassionata“. Ausgehend davon entspinnt Müller ein Programm, das beweist, warum er als einer der vielversprechendsten jungen deutschen Pianisten gilt.

Dass er selbstverständlich nicht der erste Pianist ist, der sich diesem großartig und groß angelegten Werk widmet, ist Fabian Müller natürlich bewusst. „Jede Generation hat das Recht diese Stücke neu für sich zu entdecken. Außerdem ist es ja überhaupt nicht möglich, ein Stück zweimal gleich zu spielen. Also auch wenn ich meine Lieblingsinterpretationen in- und auswendig kenne, es wird dann die „Appassionata“ von Fabian Müller.“ Sie dient als Ausgangspunkt seines neuen Albums, und das nicht nur musikalisch, sondern auch geografisch. Aufgewachsen zwischen Beethovenhaus und Schumannhaus erkennt er bei Beethoven „viel mehr den Rheinländer als den Wiener“ und flankiert die Appassionata mit Schumanns Sonate in g-Moll – einem Werk der Extreme. Verlangt Schumann im ersten Satz „So schnell wie möglich“ zu spielen, dann in der Coda „noch schneller“, findet Müller darauf eine persönliche Antwort: „Es ist mehr ein Gefühl, das zu stark ist, um es auf eine „normale“ Art und Weise auszudrücken. Alles stehen und liegen lassen und um sein Leben spielen. Das ist das Motto. Ein Gefühl, dass etwas aus einem herausflutet.“

Dass er versteht, sich Brahms‘ Klaviermusik zu eigen zu machen, hat Müller bereits bewiesen. Seine zwei Rhapsodien, geben dem Pianisten den Eindruck, „dass sie sich überall durchschmelzen könnten: Weil sie, ohne panisch zu sein, immer so brennend, tiefgehend und durchdringend sind.“ Als dritten Gegenpart neben Schumann und Brahms wählt er einen Komponisten, dessen Schaffen eine weitere Säule in Müllers Musizieren ist. Wolfgang Rihm und sein Klavierstück Nr. 5 „Tombeau“ liefern eine weitere Facette in der Vertonung von erlebbaren Gefühlswelten: „Beethoven verbindet das Gefühl mit einer sehr starken Konstruktion, Rihm mit einer enormen Gnadenlosigkeit, Schumann mit einem liedhaften Rausch und Brahms wieder völlig anders.“

Mit Passionato legt Fabian Müller ein Album vor, das über die Interpretation romantischer Klaviermusik hinausgeht. Es soll menschlich sein, authentisch, so wie Müller. Mit 15 studiert er in Pierre-Laurent Aimards Klavierklasse in Köln, konzertiert in den großen deutschen Konzerthäusern und ist mittlerweile Preisträger beim ARD-Musikwettbewerb und Professor an der HfTM Köln in Wuppertal. Eine Besonderheit: Fabian Müller spricht ebenso gut über Musik, wie er sie am Klavier präsentiert. „Denn Verstehen bedeutet ja, den Reiz eines Werks zu erkennen und nachvollziehen zu können, was es wert macht gehört zu werden. Ich glaube, dass jeder Mensch extrem davon profitieren kann. Und deswegen werde ich nie aufhören die Musik zu lieben. Und ganz wichtig: Niemals aufhören das mit möglichst vielen Menschen zu teilen.“

Passionato Fabian Müller

Künstler

Fabian Müller

Komponisten

Johannes Brahms

Ludwig van Beethoven

Robert Schumann

Wolfgang Rihm

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Weitere Informationen

Genre

Klassik

Erscheinungsdatum:

19.03.2021



Nach einer persönlichen und hervorragend besprochenen Brahms-Einspielung legt Fabian Müller mit Passionato ein Album nach, in dessen Zentrum nicht ein einzelner Komponist, sondern ein „zentrales Meisterwerk der westlichen Klaviermusik“ steht: Beethovens „Appassionata“. Ausgehend davon entspinnt Müller ein Programm, das beweist, warum er als einer der vielversprechendsten jungen deutschen Pianisten gilt.

Dass er selbstverständlich nicht der erste Pianist ist, der sich diesem großartig und groß angelegten Werk widmet, ist Fabian Müller natürlich bewusst. „Jede Generation hat das Recht diese Stücke neu für sich zu entdecken. Außerdem ist es ja überhaupt nicht möglich, ein Stück zweimal gleich zu spielen. Also auch wenn ich meine Lieblingsinterpretationen in- und auswendig kenne, es wird dann die „Appassionata“ von Fabian Müller.“ Sie dient als Ausgangspunkt seines neuen Albums, und das nicht nur musikalisch, sondern auch geografisch. Aufgewachsen zwischen Beethovenhaus und Schumannhaus erkennt er bei Beethoven „viel mehr den Rheinländer als den Wiener“ und flankiert die Appassionata mit Schumanns Sonate in g-Moll – einem Werk der Extreme. Verlangt Schumann im ersten Satz „So schnell wie möglich“ zu spielen, dann in der Coda „noch schneller“, findet Müller darauf eine persönliche Antwort: „Es ist mehr ein Gefühl, das zu stark ist, um es auf eine „normale“ Art und Weise auszudrücken. Alles stehen und liegen lassen und um sein Leben spielen. Das ist das Motto. Ein Gefühl, dass etwas aus einem herausflutet.“

Dass er versteht, sich Brahms‘ Klaviermusik zu eigen zu machen, hat Müller bereits bewiesen. Seine zwei Rhapsodien, geben dem Pianisten den Eindruck, „dass sie sich überall durchschmelzen könnten: Weil sie, ohne panisch zu sein, immer so brennend, tiefgehend und durchdringend sind.“ Als dritten Gegenpart neben Schumann und Brahms wählt er einen Komponisten, dessen Schaffen eine weitere Säule in Müllers Musizieren ist. Wolfgang Rihm und sein Klavierstück Nr. 5 „Tombeau“ liefern eine weitere Facette in der Vertonung von erlebbaren Gefühlswelten: „Beethoven verbindet das Gefühl mit einer sehr starken Konstruktion, Rihm mit einer enormen Gnadenlosigkeit, Schumann mit einem liedhaften Rausch und Brahms wieder völlig anders.“

Mit Passionato legt Fabian Müller ein Album vor, das über die Interpretation romantischer Klaviermusik hinausgeht. Es soll menschlich sein, authentisch, so wie Müller. Mit 15 studiert er in Pierre-Laurent Aimards Klavierklasse in Köln, konzertiert in den großen deutschen Konzerthäusern und ist mittlerweile Preisträger beim ARD-Musikwettbewerb und Professor an der HfTM Köln in Wuppertal. Eine Besonderheit: Fabian Müller spricht ebenso gut über Musik, wie er sie am Klavier präsentiert. „Denn Verstehen bedeutet ja, den Reiz eines Werks zu erkennen und nachvollziehen zu können, was es wert macht gehört zu werden. Ich glaube, dass jeder Mensch extrem davon profitieren kann. Und deswegen werde ich nie aufhören die Musik zu lieben. Und ganz wichtig: Niemals aufhören das mit möglichst vielen Menschen zu teilen.“

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