Die Geschichte der musikalischen Partnerschaft zwischen Herbert Blomstedt und der Staatskapelle Dresden begann vor über 50 Jahren: 1969 stand der in den USA geborene und in Schweden aufgewachsene Dirigent das erste Mal am Pult der über 450 Jahre alten Sächsischen Staatskapelle Dresden. Bis heute kamen über 500 Konzerte dazu. Es zeugt von Blomstedts großer Hingabe und Begeisterung, dass er sich in Mitten des Kalten Krieges hinter den Eisernen Vorhang begibt und von 1975-1980 Chefdirigent des Traditionsorchesters wird. Neben einem Schubert-Zyklus entsteht auch die Einspielung aller Beethoven-Sinfonien für das DDR-Klassiklabel ETERNA. So sehr Blomstedt da großen Wert auf die Durchhörbarkeit des Stimmengefüges legte, so füllte er doch jede der neun Beethoven-Sinfonien mit Leben. Schließlich, so hat er einmal den Grundzug dieser Werke beschrieben, ist es Musik, die den Zuhörer ansprechen will. Von erhaben bis zerklüftet, von zupackend impulsiv über erlesen schön bis sehnsüchtig kantabel reichen denn auch die Spannungs- und Stimmungsbögen, über die Blomstedt mit der Staatskapelle berührt und mitreißt, umschmeichelt und fesselt. Dabei verzichten die Musiker einerseits vollkommen auf romantische Ausdrucksschwere. Andererseits fehlt den Aufnahmen diese abgeklärt-analytische „Rationalität“, wie man sie oftmals bei den radikalen Lesarten und unter den Verfechtern der historischen Aufführungspraxis findet. Bei aller Genauigkeit besitzt Blomstedts Beethovens da stets menschliche, empfindsame bis freundliche Züge. Eine Sichtweise, die bei solch einem Dirigenten aber eben nicht erstaunt. Wenngleich er seit diesen Dresdner Jahren zur weltweit ersten Pultgarde zählt, hat er sich nämlich auch im Umgang mit den Orchestern eine Herzenswärme bewahrt, die ihn von vielen anderen, sich despotisch gebenden Kollegen radikal unterscheidet. „Gewalt über hundert Leute zu haben, das war nie mein Ziel“, lautete denn schon früh ein Satz, der sein musikalisches Selbstverständnis auf den Punkt bringt. Die Bänder dieser Einspielung, deren Aufnahmezettel im Booklet einen Einblick in die internen Abläufe hinter den Kulissen geben, wurden nativ-analog remastered, um den originalen Klang der Bänder behutsam wiederzugeben.

Beethoven: Complete Symphonies Staatskapelle Dresden & Herbert Blomstedt

Komponisten

Ludwig van Beethoven

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Weitere Informationen

Genre

Klassik - Instrumental

Erscheinungsdatum:

17.04.2020



Die Geschichte der musikalischen Partnerschaft zwischen Herbert Blomstedt und der Staatskapelle Dresden begann vor über 50 Jahren: 1969 stand der in den USA geborene und in Schweden aufgewachsene Dirigent das erste Mal am Pult der über 450 Jahre alten Sächsischen Staatskapelle Dresden. Bis heute kamen über 500 Konzerte dazu. Es zeugt von Blomstedts großer Hingabe und Begeisterung, dass er sich in Mitten des Kalten Krieges hinter den Eisernen Vorhang begibt und von 1975-1980 Chefdirigent des Traditionsorchesters wird. Neben einem Schubert-Zyklus entsteht auch die Einspielung aller Beethoven-Sinfonien für das DDR-Klassiklabel ETERNA. So sehr Blomstedt da großen Wert auf die Durchhörbarkeit des Stimmengefüges legte, so füllte er doch jede der neun Beethoven-Sinfonien mit Leben. Schließlich, so hat er einmal den Grundzug dieser Werke beschrieben, ist es Musik, die den Zuhörer ansprechen will. Von erhaben bis zerklüftet, von zupackend impulsiv über erlesen schön bis sehnsüchtig kantabel reichen denn auch die Spannungs- und Stimmungsbögen, über die Blomstedt mit der Staatskapelle berührt und mitreißt, umschmeichelt und fesselt. Dabei verzichten die Musiker einerseits vollkommen auf romantische Ausdrucksschwere. Andererseits fehlt den Aufnahmen diese abgeklärt-analytische „Rationalität“, wie man sie oftmals bei den radikalen Lesarten und unter den Verfechtern der historischen Aufführungspraxis findet. Bei aller Genauigkeit besitzt Blomstedts Beethovens da stets menschliche, empfindsame bis freundliche Züge. Eine Sichtweise, die bei solch einem Dirigenten aber eben nicht erstaunt. Wenngleich er seit diesen Dresdner Jahren zur weltweit ersten Pultgarde zählt, hat er sich nämlich auch im Umgang mit den Orchestern eine Herzenswärme bewahrt, die ihn von vielen anderen, sich despotisch gebenden Kollegen radikal unterscheidet. „Gewalt über hundert Leute zu haben, das war nie mein Ziel“, lautete denn schon früh ein Satz, der sein musikalisches Selbstverständnis auf den Punkt bringt. Die Bänder dieser Einspielung, deren Aufnahmezettel im Booklet einen Einblick in die internen Abläufe hinter den Kulissen geben, wurden nativ-analog remastered, um den originalen Klang der Bänder behutsam wiederzugeben.

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