Nicht erst seit dem Mozartpreis beim Concours Géza Anda 2018 ist Claire Huangci aus dem Geheimtipp-Dasein aufgestiegen in die Riege der international etablierten und angesehenen jungen Pianisten. Nach vier erfolgreichen Solo-Alben – von russischen Ballettbearbeitungen über Scarlatti bis Chopins kompletten Nocturnes und allen Rachmaninoff-Préludes – folgt nun ihre erste Orchesterplatte bei Berlin Classics. Zusammen mit der aufstrebenden südkoreanischen Dirigentin Shiyeon Sung und der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken erklingen Chopins erstes Klavierkonzert in Gegenüberstellung zum Klavierkonzert von Paderewski.

Chopin Klavierkonzert Nr. 1 ist fester Bestandteil auf den Bühnen der Welt. Huangci weiß, dass der Chopin des Klavierkonzerts ein anderer ist, als derjenige, der ihr bei der Einspielung der Nocturnes begegnete. Paderewski ist im Vergleich zu Chopin quasi unbekannt, dabei ist nicht nur seine Person zutiefst interessant, auch sein Klavierkonzert ist reich an Einfällen und Kraft. Warum das Werk jedoch so wenig gespielt wird, ist Huangci ein Rätsel. „Warum das nicht eines der Schlachtrösser des Konzertbetriebs ist, kann ich beim besten Willen nicht erklären.“

Die Konstellation der Aufnahme ist eine denkbar gute: zwei Komponisten, die das Repertoire in jüngsten Jahren komponiert haben, werden von einer ebenso jungen Pianistin interpretiert. Huangci spürt die Frische in den Kompositionen: „Beide Komponisten zeigen wahre Freude, ein Verlangen zu leben und das liegt auch an ihrer Jugend. Man kann hören, dass die Werke von zwei Männern geschrieben wurden, die erwartungsvoll in die Zukunft schauen.“ Ebenso frisch gestaltet sie ihre Interpretation. Das, was die Presse schon bei ihrem letzten Album lobte, zeigt sich auch hier: nie ist es undurchsichtig wabernd, verklärend schwülstig, sondern immer durchsichtig und dabei differenziert.

Das Album strahlt aus sich heraus in zwei Richtungen: eines der bekanntesten Werke für Klavier solo und Orchester bietet einen Vergleichsansatz zum unbekannteren Opus. Und dieses wiederum lässt bisher ungehörte Aspekte des „Klassikers“ erfahrbar werden.

Paderewski and Chopin: Piano Concertos Claire Huangci & Shiyeon Sung & Deutsche Radio Philharmonie

Künstler

Claire Huangci
Shiyeon Sung
Deutsche Radio Philharmonie

Komponisten

Frédéric Chopin

Ignacy Jan Paderewski

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Weitere Informationen

Genre

Klassik

Erscheinungsdatum:

23.08.2019



Nicht erst seit dem Mozartpreis beim Concours Géza Anda 2018 ist Claire Huangci aus dem Geheimtipp-Dasein aufgestiegen in die Riege der international etablierten und angesehenen jungen Pianisten. Nach vier erfolgreichen Solo-Alben – von russischen Ballettbearbeitungen über Scarlatti bis Chopins kompletten Nocturnes und allen Rachmaninoff-Préludes – folgt nun ihre erste Orchesterplatte bei Berlin Classics. Zusammen mit der aufstrebenden südkoreanischen Dirigentin Shiyeon Sung und der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken erklingen Chopins erstes Klavierkonzert in Gegenüberstellung zum Klavierkonzert von Paderewski.

Chopin Klavierkonzert Nr. 1 ist fester Bestandteil auf den Bühnen der Welt. Huangci weiß, dass der Chopin des Klavierkonzerts ein anderer ist, als derjenige, der ihr bei der Einspielung der Nocturnes begegnete. Paderewski ist im Vergleich zu Chopin quasi unbekannt, dabei ist nicht nur seine Person zutiefst interessant, auch sein Klavierkonzert ist reich an Einfällen und Kraft. Warum das Werk jedoch so wenig gespielt wird, ist Huangci ein Rätsel. „Warum das nicht eines der Schlachtrösser des Konzertbetriebs ist, kann ich beim besten Willen nicht erklären.“

Die Konstellation der Aufnahme ist eine denkbar gute: zwei Komponisten, die das Repertoire in jüngsten Jahren komponiert haben, werden von einer ebenso jungen Pianistin interpretiert. Huangci spürt die Frische in den Kompositionen: „Beide Komponisten zeigen wahre Freude, ein Verlangen zu leben und das liegt auch an ihrer Jugend. Man kann hören, dass die Werke von zwei Männern geschrieben wurden, die erwartungsvoll in die Zukunft schauen.“ Ebenso frisch gestaltet sie ihre Interpretation. Das, was die Presse schon bei ihrem letzten Album lobte, zeigt sich auch hier: nie ist es undurchsichtig wabernd, verklärend schwülstig, sondern immer durchsichtig und dabei differenziert.

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