„Robert Schumann ist einer meiner Herzenskomponisten! Und erstaunlicherweise gibt es bei ihm viele Werke zu entdecken, die auch unter Musikern nahezu unbekannt sind.“ Wenn Matthias Kirschnereit über Schumann spricht, leuchten seine Augen. Auf seinem neusten Album Concertant widmet er sich neben dem weltberühmten Klavierkonzert auch den unbekannteren, aber nicht weniger eindrucksvollen Konzertstücken für Klavier und Orchester.

Es passt einfach: Matthias Kirschnereit, der „Poet am Klavier“ (Süddeutsche Zeitung), und das Konzerthausorchester Berlin unter Jan Willem de Vriend spielen Schumanns groß angelegten Werke für Klavier und Orchester. Alle sind versierte und bewanderte Künstler und stellen eine Interpretation vor, die von Werkkenntnis und musikalischer Erfahrung zeugt. Dabei ist die Konzeption des Albums beachtlich: Das meisteingespielte Werk der CD-Geschichte, Schumanns Klavierkonzert, erhält als Höhepunkt, ebenso aber als Zugabe einen Platz hinter den weniger bekannten Konzertstücken op. 86, 92 und 134.

Wer das ursprünglich für 4 Hörner und Orchester konzipierte Konzertstück op. 86 für Klavier und Orchester anpasste, ist unklar. Schumann schwebte mit Opus 86 auf jeden Fall Großes, Grandioses vor. „Und ich bin überzeugt, dass sich dieser mitreißende Schwung auch in der Klaviertranskription darstellt, ja dass diese sogar neuartige Facetten dieses Werkes belebt“, so Kirschnereit. Nur 10 Tage vor dem Konzertstück, op. 86 wurde ein anderes Werk uraufgeführt, dessen sich Kirschnereit, KHO und de Vriend auf Concertant annehmen: Das „Introduktion und Allegro“, op. 92 – „ein Werk aus einem Guss“, wie Kirschnereit sagt. „Eusebius beendet innig und fragend die Einleitung, bevor Florestan, der Stürmische und Draufgängerische, im Allegro appassionato das Sagen übernimmt.“ Für Matthias Kirschnereit ist es völlig unverständlich, dass das Werk so selten aufgeführt wird, ist es doch ein Schumann in Reinkultur. Nicht weniger brillant und zu Unrecht unbekannt ist das Konzertstück, op. 134, das Robert Schumanns Frau Clara kolossal schätzte. Ihr war das Werk ursprünglich auch dediziert; als Schumann jedoch Johannes Brahms traf, strich er die Widmung Clara Schumann durch und ersetzte sie mit dem Namen des jungen Hamburgers. Für Kirschnereit ein Zeichen dafür, wie sehr der Komponist sein Werk schätze. Und wenn nach der Kadenz die Posaunen das Kirchenlied „Du meine Seele singe“ zitieren, ergreift es den im Pastorenhaushalt aufgewachsenen Pianisten zutiefst.

An die 190 Male hat Roberts Frau Clara Schumann das Klavierkonzert, op. 54 aufgeführt. Über Jahre hatte sie sich sehnlichst ein „Virtuosenkonzert“ von ihrem Mann gewünscht, um auf Europas Bühnen zu brillieren. 1845 vollendete Schumann das ursprünglich als einsätzige Fantasie begonnene Werk. „Für uns stand im Fokus, die motorische, die feurige Stringenz dieses Werkes zu verfolgen.“, sagt Matthias Kirschnereit. Er zählt seit Jahren zu den arriviertesten deutschen Pianisten unserer Zeit. Zuletzt überzeugte er Kritiker und Liebhaber mit seinem Album „Frei aber einsam“ mit Einspielungen von Brahms. Mit seinen musikalischen Partnern auf dem Album Concertant verbindet ihn schon länger eine fruchtbare Zusammenarbeit. Matthias Kirschnereit und das Konzerthausorchester Berlin unter Jan Willem de Vriend legen mit Concertant ein Album voller unaufgeregter Virtuosität, authentischer Einblicke und flammender Liebe für Robert Schumann vor.

Schumann: Concertant Matthias Kirschnereit & Konzerthausorchester Berlin & Jan Willem de Vriend

Künstler

Matthias Kirschnereit
Konzerthausorchester Berlin
Jan Willem de Vriend

Komponisten

Robert Schumann

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Weitere Informationen

Genre

Klavier

Erscheinungsdatum:

22.03.2019



„Robert Schumann ist einer meiner Herzenskomponisten! Und erstaunlicherweise gibt es bei ihm viele Werke zu entdecken, die auch unter Musikern nahezu unbekannt sind.“ Wenn Matthias Kirschnereit über Schumann spricht, leuchten seine Augen. Auf seinem neusten Album Concertant widmet er sich neben dem weltberühmten Klavierkonzert auch den unbekannteren, aber nicht weniger eindrucksvollen Konzertstücken für Klavier und Orchester.

Es passt einfach: Matthias Kirschnereit, der „Poet am Klavier“ (Süddeutsche Zeitung), und das Konzerthausorchester Berlin unter Jan Willem de Vriend spielen Schumanns groß angelegten Werke für Klavier und Orchester. Alle sind versierte und bewanderte Künstler und stellen eine Interpretation vor, die von Werkkenntnis und musikalischer Erfahrung zeugt. Dabei ist die Konzeption des Albums beachtlich: Das meisteingespielte Werk der CD-Geschichte, Schumanns Klavierkonzert, erhält als Höhepunkt, ebenso aber als Zugabe einen Platz hinter den weniger bekannten Konzertstücken op. 86, 92 und 134.

Wer das ursprünglich für 4 Hörner und Orchester konzipierte Konzertstück op. 86 für Klavier und Orchester anpasste, ist unklar. Schumann schwebte mit Opus 86 auf jeden Fall Großes, Grandioses vor. „Und ich bin überzeugt, dass sich dieser mitreißende Schwung auch in der Klaviertranskription darstellt, ja dass diese sogar neuartige Facetten dieses Werkes belebt“, so Kirschnereit. Nur 10 Tage vor dem Konzertstück, op. 86 wurde ein anderes Werk uraufgeführt, dessen sich Kirschnereit, KHO und de Vriend auf Concertant annehmen: Das „Introduktion und Allegro“, op. 92 – „ein Werk aus einem Guss“, wie Kirschnereit sagt. „Eusebius beendet innig und fragend die Einleitung, bevor Florestan, der Stürmische und Draufgängerische, im Allegro appassionato das Sagen übernimmt.“ Für Matthias Kirschnereit ist es völlig unverständlich, dass das Werk so selten aufgeführt wird, ist es doch ein Schumann in Reinkultur. Nicht weniger brillant und zu Unrecht unbekannt ist das Konzertstück, op. 134, das Robert Schumanns Frau Clara kolossal schätzte. Ihr war das Werk ursprünglich auch dediziert; als Schumann jedoch Johannes Brahms traf, strich er die Widmung Clara Schumann durch und ersetzte sie mit dem Namen des jungen Hamburgers. Für Kirschnereit ein Zeichen dafür, wie sehr der Komponist sein Werk schätze. Und wenn nach der Kadenz die Posaunen das Kirchenlied „Du meine Seele singe“ zitieren, ergreift es den im Pastorenhaushalt aufgewachsenen Pianisten zutiefst.

An die 190 Male hat Roberts Frau Clara Schumann das Klavierkonzert, op. 54 aufgeführt. Über Jahre hatte sie sich sehnlichst ein „Virtuosenkonzert“ von ihrem Mann gewünscht, um auf Europas Bühnen zu brillieren. 1845 vollendete Schumann das ursprünglich als einsätzige Fantasie begonnene Werk. „Für uns stand im Fokus, die motorische, die feurige Stringenz dieses Werkes zu verfolgen.“, sagt Matthias Kirschnereit. Er zählt seit Jahren zu den arriviertesten deutschen Pianisten unserer Zeit. Zuletzt überzeugte er Kritiker und Liebhaber mit seinem Album „Frei aber einsam“ mit Einspielungen von Brahms. Mit seinen musikalischen Partnern auf dem Album Concertant verbindet ihn schon länger eine fruchtbare Zusammenarbeit. Matthias Kirschnereit und das Konzerthausorchester Berlin unter Jan Willem de Vriend legen mit Concertant ein Album voller unaufgeregter Virtuosität, authentischer Einblicke und flammender Liebe für Robert Schumann vor.

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